Francoforte Atalanta per sempre
Nach der Heimpleite gegen Bergamo schwinden die Chancen auf die Playoffs. Trainer Toppmöller muss seine Mannschaft nun wieder aufbauen.
Kurz vor Mitternacht wirkte der Frankfurter Fußballlehrer Dino Toppmöller angeschlagen, vielleicht auch ein bisschen ratlos. Selbst der strahlend rote Pulli, der in grauer Vorzeit mal so etwas wie ein Glückspulli war, konnte da keine Kampfeslust mehr ausstrahlen. Die Tristesse und die Frustration waren nach dem 0:3 in der Champions League gegen Atalanta Bergamo allgegenwärtig, tief unten drin im Bauch des Waldstadions.
„Das war zu viel für uns heute“, presste der Eintracht-Trainer hervor, gleich zweimal. Und man wusste nicht genau, was er eigentlich meinte: Den dreifachen Niederschlag durch die Italiener nach gut einer Stunde, zack, zack, zack, 0:3 binnen vier Minuten und 37 Sekunden. Ende der Durchsage. Oder den schwerwiegenden Ausfall von Nationalstürmer Jonathan Burkardt nur wenige Minuten zuvor. Oder die heftige Niederlage an sich gegen einen Kontrahenten, der sich im Krisenmodus befindet und in der heimischen Serie A seit geschlagenen acht Spielen auf einen Sieg wartet.

